

Überaschungs Nest
2023
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DIN A 4
2019
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FAKIR
2017
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MODERNER VOGELKÄFIG Nr.2
2017
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HIER BITTE NICHT - VOGELHÄUSCHEN 1
2015
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freie Bildende Kunst, Künstlerin

J.2.0. - WISSEN STATT GLAUBEN
2015
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FUCHS (ZUM MITNEHMEN BITTE)
2013
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Wunderbaum
2015
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In meinen Assemblagen aus Readymades und Tierpräparaten untersuche ich das ambivalente Verhältnis von Mensch und Natur – ein Spannungsfeld, das von Projektion, Kontrolle, Romantisierung und Zerstörung gleichermaßen durchzogen ist. Mich interessiert die fragile Grenze zwischen dem, was wir als "natürlich" empfinden, und dem, was wir "künstlich" konstruieren. Meine Arbeiten greifen gezielt auf Objekte zurück, die in unserer Alltagswahrnehmung verankert sind – Spielzeug, Konsumprodukte, urbane Architekturen –, und bringen sie in irritierende Konstellationen mit Tieren, die entweder ausgestopft, symbolisch überformt oder aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gerissen wurden. Diese Begegnungen werfen Fragen auf: Wo endet Natur, wo beginnt Kultur? Wann kippt Fürsorge in Kontrolle, Zivilisation in Überformung? Ein Vogelhäuschen, das mit Anti-Tauben-Spikes bestückt ist, wird zur paradoxen Geste – ein Ort, der Schutz suggeriert, aber zugleich abwehrt. Ein Nest voller Kinder-Überraschungseier spielt mit dem Motiv von Geburt und Künstlichkeit, Erwartung und Täuschung. Und der präparierte Fuchs mit einem Cheeseburger im Maul ist Sinnbild einer neuen, von menschlichem Einfluss deformierten Nahrungskette. Meine künstlerische Auseinandersetzung zielt nicht auf einfache Antworten, sondern auf emotionale Reibung. Ich will irritieren, anrühren, verstören – und so Räume öffnen für ein differenziertes Nachdenken über unser Mitsein mit anderen Lebewesen. In einer Zeit ökologischer Krisen ist es mir ein zentrales Anliegen, sichtbar zu machen, wie tief die menschliche Handschrift in das Gewebe des Natürlichen eingreift – oft, ohne dass wir es überhaupt bemerken.